Menschen stärken - theologisch denken - didaktisch-methodisch handeln

Die folgenden Punkte können für Schulen eine wichtige Hilfe in der konkreten Situation sein. Sie bieten ein Geländer zur Orientierung.

 

Orientierungshilfe im Umgang mit Tod und Trauer in der Schule

 

1.      Information über Todesfall hat oberste Priorität. Die betroffenen Kolleginnen/ Kollegen werden bei einem Trauerfall durch die Schulleitung umgehend informiert. Eine persönliche Begegnung wäre hier wünschenswert. (Es sollte auch darauf geachtet werden, dass nicht anwesende Betroffene informiert werden.)

In einer kurzen Klassenkonferenz kann ein gemeinsames Vorgehen besprochen werden.

 

2.      Information der Klasse durch KlassenlehrerIn und Zeit für Gespräche in der Klasse. Falls professionelle Hilfe (Schulseelsorger, Schulpsychologe, Schulsozialarbeiter, Notfallseelsorge, Kriseninterventionsteam….) gewünscht ist kann diese hinzugezogen werden.

 

3.      Die LehrerInnen entscheiden selbst in welcher Form sie einen Todesfall ansprechen. Geeignete Materialien werden/sind als Anregungen in einem „Notfallkoffer“ zusammengestellt.

 

4.      Bei einem Todesfall wird an geeigneter Stelle (im Schulgebäude, Klassenzimmer oder Lehrerzimmer) ein Kondolenzbuch ausgelegt. Ergänzend kann ein Blumenstrauß, eine Kerze, ein schwarzes Tuch oder ein Bild mit ausgelegt werden.

 

5.      Er wird ein geschützter Raum /Ort angeboten, den jede und jeder aufsuchen kann. Dort halten sich Mitglieder des Kollegiums für eine Begleitung und Gespräche bereit.

 

6.      Die Schule gestaltet einen Trauergottesdienst im geeigneten Rahmen.

 

7.      Die Schule veröffentlicht einen Nachruf in der Zeitung.

 

8.      Am Schuljahresende wird mit einer kleinen „Gedenkpause“ an den Verstorbenen erinnert.

 

Ergänzungen:

Mögliche Ergänzungen, die die GLK beschließen kann:

An dem Tag, an dem ein Todesfall bekannt gegeben wird finden in der Schule keine Klassenarbeiten mehr statt. Bis zur Beerdigung sind KA und Tests nur möglich, wenn dies mit den Schülern vereinbart wird. Hier sollte auch Rücksicht auf Minderheiten genommen werden. Ab dem zweiten Tag nach der Beerdigung können KA und Tests wieder uneingeschränkt durchgeführt werden.